Eine echte "Bartning"-Kirche
Die Christuskirche in St. Blasien (1936)
Einweihung: 13. 12. 1936. Bartning zur Bauidee: "Bei allen Wanderungen im südlichen Schwarzwald, als Kind, als Mann und schließlich mit meinen Kindern, hat mir das hohe und zugleich breite, dem Wind und Schnee, dem Berghang und der Sonne sich fügende und zugleich entgegenstemmende Dach der Schwarzwaldhöfe den tiefsten Eindruck gemacht".
Unter dem hohen Dach der Kirche erstreckt sich der Innenraum in stützenfreier Holzkonstruktion. Tannen Pfosten und lärchene Verschalungen bilden die Wände; Heraklit isoliert dahinter gegen Kälte und Hitze. Das Gestühl aus rötlicher Lärche, Kanzel und Altar aus Nussbaumblöcken und -bohlen sowie die ganz der Architektur eingefügte Orgel füllen den klaren Raum. Die U-Form der Sitzordnung bewirkt eine spürbare persönliche Nähe der Gottesdienstbesucher zueinander. Kanzel und Orgel stehen gleich hoch. Schwere Schnee- und Eislasten haben die Konstruktion nun in Jahrzehnten "getestet" Auch hier erwies sich die vorzügliche Eignung und Dauerhaftigkeit der Schwarzwälder Holzkonstruktionen für hiesige Wetterbedingungen. Die bergende und behausende Kraft der Schwarzwaldhäuser wird gerade auch in der Christuskirche spürbar. So ist diese Kirche - sie bietet mit Nebenraum 300 Plätze - auch ein Geschenk der Menschlichkeit.
Seit November 1999 hängt das von Jens und Friederike Hogh-Binder geschaffene "Offene Kreuz" in der Christuskirche St. Blasien. Folgende Gedanken prägen dieses Kreuz:
eine FORM,
deren zwei Teile in ihrer Grösse auf das menschliche Mass verweisen.
eine BEGEGNUNG,
zweier Teile, die im Äusseren ein Kreuz bilden, die sich aber nicht überschneiden oder berühren.
ein ZEICHEN
der Erneuerung und der Kraft, die aus der lebendigen, unzerstörbaren Mitte kommt.
ein SICHTBARWERDEN
der Gegensätze: hell - dunkel, glatt - rauh, fein - grob, offen - verschlossen
Das Triptychon von Ulrich C. Eipper
Unsere Gemeinde freut sich sehr, dass seit Mai 2011 das Kreuzigungs-Triptychon von Ulrich Christoph Eipper in unserer Christuskirche hängt. Im Gottesdienst am 1. Mai 2011 wurde es in einem feierlichen Gottesdienst in Anwesenheit der Frau des verstorbenen Künstlers der Gemeinde vorgestellt.
Die Predigt von Pfarrer Traugott Weber finden Sie hier:
Predigt zum Triptychon von Ulrich C. Eipper [39 kB].
Das geschnitzte Taufbecken
Der heimische Künstler Rudi Lederer, der auch Altar und Kreuz der Wittenschwander Kapelle geschnitzt hat, hat auch den Ständer für die Taufschale in unserer Christuskirche gestaltet. Die drei Seiten symbolisieren die Dreieinigkeit: Gott-Vater, Jesus Christus-der Sohn, und Gott-der Heilige Geist.
Hinter dem großen Dom in St. Blasien finden manche Besucher unsere kleine Christuskirche gar nicht. Damit man aber gleich sieht, dass hier eine Kirche ist, hat uns 2010 eine der evangelischen Gemeinde sehr wohl gesonnene Spenderin ein schlichtes Holzkreuz gestiftet, das nun vor der Christuskirche steht. So kann diese von Besuchern besser gefunden werden.

